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Hymnos auf Hypnos

von Bettina Lege, 17.11.2016

Erholsamer Schlaf - wer von uns weiß das eigentlich wirklich zu würdigen?

Man legt sich abends ins Bett, kuschelt sich unter die Decke und ins Kissen und schläft selig wie ein Baby ein. Es gibt keine Schmerzen beim Liegen in dieser oder jener Position, es gehen einem weder die Ereignisse des vergangenen noch die des kommenden Tages irrlichternd immer wieder durch den Kopf, das Herz klopft nicht schmerzhaft vom zu späten Koffeingenuß, und es ist auch nicht der Holzhammer der Erschöpfung, der einen fällt, bevor man sich ganz hingelegt hat.

Vielleicht weiß man erst, was man hat, wenn man es - zumindest zeitweilig - nicht hatte. Wenn man schon weiß, wie man sich nach wiederholt gestörter Nachtruhe - durch Zipperlein oder nächtliche Störenfriede - fühlte. Was für ein Genuß es doch ist, erholt und voller Tatendrang aus dem Bett zu hüpfen - nicht erst die müden Glieder sortieren zu müssen, geistig voll da zu sein - ohne erst einmal überlegen zu müssen, weswegen eigentlich der Wecker klingelte.

Und ich persönlich liebe die geistige Klarheit, die er erholsame Schlaf mir bringt, das Gefühl, Übersicht über meine Pflichten und Ziele zu haben, statt unter ihnen begraben zu werden. Ich bin dann sehr viel ausgeglichener und vor allem viel produktiver. Und die Früchte dieser Produktivität sind deutlich vorzeigbarer.

Angesichts meiner Beobachtungen anderer Menschen scheint es vielen ebenso zu gehen.

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© Bettina Lege (eMail schreiben) 2004 / 2017,
zuletzt geändert am 17.11.2016.